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Geschichte und Entwicklung der Granitstadt

Schremps, Schrembß, Schremtz, Schrembs und noch etliche verschiedene Schreibweisen des Namens, von welcher sich letztere durch Jahrhunderte erhalten hat, finden wir in Urkunden und Briefen aus früheren Jahren, aber leider keine Urkunde, die in ihrem Inhalt auf die genaue Zeit der Ortsgründung irgendwelche Hinweise enthält. Um 1000 nach Christus dürfte es gewesen sein, als slawische Völker siedlungsgeeignete Stellen auch im Nordwalde fanden und schon Orte gründeten. Darunter möglicherweise auch Schrems. Bald darauf machten sich aber auch die deutsche Besiedelung bemerkbar. Die Slaven wurden zurückgedrängt und das Geschlecht der Kuenringer übernahm die Herrschaft.
Nahe einer Furt durch den Braunaufluß, der 1179, als Kaiser Friedrich I. Barbarossa die Grenze zwischen Österreich und Böhmen bestimmte, den Namen ‚Skremelitze‘ trug, erbauten die Siedler auf dem Hügel, auf dem heute die romanische der ‚Maria Himmelfahrt‘ geweihte Schremser Kirche steht, ein festes Schloss. Sie selbst siedelten längs einer Straße, die zur Furt führte. Als ältester bekannter Besitzer der Herrschaft Schrems ist Berthold I. von Rabenwald, Burggraf zu Maidburg und Graf von Hardegg, in dessen Besitz Schrems von 1278 bis 1312 war, urkundlich bestätigt.

Die Kirchengründung fällt in das 13. Jahrhundert und dürfte zwischen 1250 und 1260 erfolgt sein.

Am 20. März 1582 wurde durch Kaiser Rudolf II. zu Wien dem "Marckth Schrembß" ein Wappen verliehen. Es zeigt einen roten Schild, der von links oben nach rechts unten durch einen breiten azurblauen Streifen geteilt wird, der mit zwei weißen, gold gekrönten, in Form eines Zweifelsknopfes geflochtenen Schlangen, mit ausgeschlagenen roten Zungen, mit voneinander gekehrten Köpfen und Schwänzen belegt ist.
Mit der Erhebung zur Stadt am 23. Oktober 1936 wurde der Schild des Wappens mit einer fünfzinnigen weißen Mauerkrone gekrönt.
Als Stadtfarben von Schrems gelten die Farben Rot-Blau-Rot.

Bis zum Jahre 1850 gehörte der Ort zum Landgericht der Herrschaft Schrems. Das Bezirksgericht bestand von 1850 – 1992.
Im Jahre 1770 wurden die Postfahrten mit Postkutsche von Wien nach Prag eingeführt, deren Weg über Schrems führte. 1825 erhielt Schrems auch ein Post- und Telegrafenamt.
Die von der Herrschaft Schrems gegründeten Orte Kollersdorf, Eugenia und Zwiemannsbusch kamen 1850 zu Schrems. Mit 1. Jänner 1972 wurden folgenden Ortschaften aufgrund einer Verordnung der NÖ Landesregierung in die Stadtgemeinde Schrems eingemeindet: Niederschrems, Kleedorf, Ehrenhöbarten, Kottinghörmanns, Neu-Niederschrems, Lang- und Kurzschwarza mit Neuhöf, Gebharts, Pürbach, Langegg, Neu-Langegg und Kiensaß.

Die erste Volksschule dürfte schon um 1500 gegründet worden sein, die Hauptschule wurde 1928 errichtet und ein neuer Schulbau für die Volks-, Haupt- und Sonderschule wurde 1965 eröffnet. Seit 1951 ist in Schrems auch die Landesberufsschule für Steinmetze. Heute werden in der NÖ Landesberufsschule auch kaufmännische und gewerbliche Lehrlinge anderer Berufssparten ausgebildet.
Die erste Fabrik in Schrems war eine Knopffabrik, die 1880 gegründet wurde. Ihr folgte eine Strickfabrik sowie die große Entwicklung der Hartgesteinindustrie.
Nach dem zweiten Weltkrieg bemühte sich die Stadtgemeinde um die Ansiedlung weiterer Industrien in Schrems. Auch aus bodenständigen Handwerksbetrieben haben sich nach und nach bedeutende Fabriksbetriebe entwickelt, sodass Schrems im Laufe der Zeit zur bedeutendsten Industriestadt des Waldviertels geworden ist. Neben drei Großbetrieben gibt es eine Reihe mittlerer und kleinerer Industrie- Gewerbe- und Handelsbetriebe. Um diesen wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Vorsprung auch für die Zukunft abzusichern, wurde am nordwestlichen Stadtrand eine verkehrsgünstig gelegene Industriezone errichtet, die über sämtliche infrastrukturelle Einrichtungen verfügt.
Die erste Wasserleitung wurde 1848 erbaut, 1888 erweitert und 1911 neuerdings erweitert, 1956 großzügig neu errichtet und in den folgenden Jahren weiter ausgebaut. 1996 wurde das Städtische Wasserwerk modernisiert und dem neuesten technischen Stand angepasst.
2014 wurde mit der Errichtung einer Nahwärmeversorgung einen großer Schritt in Richtung Umweltschutz gemacht. Große Teile des Stadtgebietes konnten erfasst und angeschlossen werden. Gleichzeitig wurden auch Glasfaserkabel verlegt, die in Zukunft eine schnellere Internetverbindung gewährleisten soll.

Die schönste Parkanlage in Schrems ist der Vereinsberg, der mit einer Größe von 5 ½ ha 1873 von Schremser Bürgern geschaffen wurde. Der ehemalige Schlosspark wurde 1960 von der Stadtgemeinde erworben, zum Stadtpark umgestaltet enthält er die Sportanlagen von Schrems – Fußballplatz, Tennis- und Trainingsplätze für viele Sportarten.
Mit der Stadthalle, dem Kulturzentrum, dem Waldviertler Hoftheater und dem Kunstmuseum Waldviertel – Treffpunkt nationaler und internationaler Künstler und Gäste – ist Schrems auch zu einem kulturellen Zentrum des Waldviertels geworden.
Der Naturpark Hochmoor Schrems bietet mit einer eindrucksvollen Darstellung der Jahrhunderte langen und nicht immer problemlosen Wechselwirkung von Mensch und Torfmoor eine Attraktion, wie sonst nirgends. Das Torfmoor ist das größte in Niederösterreich und hat eine Ausdehnung von rund 300 Hektar, wovon 119 ha Naturschutzgebiet sind.
Das UnterWasserReich im Naturpark ermöglicht außergewöhnliche Einblicke in die geheimnisvolle Welt des Wassers. Der Bogen spannt sich von mikroskopisch kleinen Arten im Wasser bis zu den am Wasser lebenden Vögeln und Säugetieren.

 

 

 

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